Die Sache mit dem Essen – Teil 3

Ich möchte gerne einen weiteren Post zum ewig schweren Thema „Essen“ mit Euch teilen. Ich hatte Euch ja hier in Teil 1 ein wenig von meinen Gewichtsschwankungen erzählt und versprochen, diese Reihe immer mal wieder zu aktualisieren.

Erwartet aber bitte keinen Leitfaden oder gar eine bahnbrechende Idee… die hab ich leider immer noch nicht.

Es ist auch für mich ein ewiges Auf und Ab bei dieser Thematik. Leider hat mir meine Auszeit auf Ibiza, wie ich noch beim Schreiben von Teil 2 gehofft hatte… also eine Woche sehr strenge vegane Ernährung… auch nicht wirklich weitergeholfen… es war OK, aber nicht der Schlüssel für meinen Umgang mit dem Essen.

Im Sommer habe ich einige Wochen das Leben genossen, ohne über Kalorien und Gewicht weiter nachzudenken.

Wir hatten eine wunderbare Zeit in der Bretagne und auch noch in Paris, und ich habe jetzt zwar nicht übermäßig, aber doch recht normal gegessen und auch das ein oder andere Glas Wein getrunken.

Das Ergebnis kam natürlich postwendend hinterher… durch diesen „normalen Umgang“ mit Kohlenhydraten und auch Alkohol hatten sich bis Oktober leider wieder 7 Kilo angesammelt… das ist meine absolut äußerste Schmerzgrenze bei einer Zunahme in den letzten Jahren. Seitdem ich vor 25 Jahren über 100 Kilo auf die Waage brachte und daraufhin meine Gewichtsproblematik begann. Ich habe ca. 40 Kilo in 1,5 Jahren abgenommen, aber nie dauerhaft gehalten… nach der dritten Schwangerschaft habe ich zumindest dieses „höchstens 7-Kilo-Gefühl“ entwickelt, das mich vor größeren Zunahmen zuverlässig bewahrt, weil ich mich dann so schlecht fühle, dass ich irgendwie reagiere.

Mit dieser Zunahme von 7 Kilo fühlte ich mich im Oktober wieder richtig unwohl, da diese Zunahme bei mir über eine Kleidergröße ausmacht und sich leider zum größten Teil in meiner Körpermitte ansiedelt.

Deshalb habe ich eine strengere, basische Zeit begonnen, in der ich wieder aufgehört habe, richtig zu frühstücken… versteht mich nicht falsch… ich liebe es zu frühstücken, aber es bekommt mir einfach nicht gut.

Wenn ich schon morgens mit Kohlenhydraten starte… wie Brot oder Müsli… komme ich in einen Teufelskreis, denn ab da habe ich den ganzen Tag Hunger.

Deshalb habe ich wieder begonnen, erst mal nur Tee und Espresso zu trinken… und erst am späten Vormittag, wenn sich wirklich mein Hunger meldet, einen Smoothie zu trinken.

Als nächstes habe ich wieder mehr frisch gekocht (2 Mal täglich) und häufig auf kohlenhydratreiche Beilagen verzichtet und stattdessen eher noch zusätzlich einen Salat zum Gemüse gegessen.

Am Abend gab es Feta mit warmem Gemüse, Tomate mit Mozzarella oder eine ganz einfache pürierte Gemüsesuppe… oder Joghurt mit Kräutern oder Rohkost.

Ich esse unglaublich gerne warme Gerichte, deshalb ist eine Suppe oder ein Rührei mit Gemüse oder etwas Feta in der Pfanne mit Gemüse für mich ein sehr guter Abschluss des Tages… ich bin dann zufrieden und fange auch nicht mehr zu naschen an.

Schlimm sind nach wie vor Treffen und Einladungen, da fehlt mir wirklich ein Konzept… irgendwie bin ich da grausig undiszipliniert und esse Dinge, die ich so eigentlich nie essen würde.

Ihr seht, es ist leider ein ewiges Thema… ich habe auch wieder neue Bücher zum Thema Fett und Zucker gelesen, aber wie gesagt… einen Schlüssel habe ich noch nicht entdeckt.

Einige Kilos haben sich wieder verabschiedet, aber von meinem Ziel bin ich noch weit entfernt.

Was ich aber immer bemerke ist… je mehr ich unternehme und auch arbeite, desto mehr tritt das Essen in den Hintergrund und wird nicht mehr so ein Thema.

Ich bin davon überzeugt, dass unser inneres Gleichgewicht auch mit unserem äußeren Gewicht einhergeht. Essen ist leider auch ein Ersatz, um eine Lücke im Leben zu schließen (zumindest bei mir)… und natürlich macht das Alter es auch nicht leichter abzunehmen, da sich der Stoffwechsel verlangsamt… trotzdem bin ich nach wie vor davon überzeugt, mein wirkliches „Traum“-Gewichtsziel bald zu erreichen… wann weiß ich nicht, aber ich vertraue auch in diesem Fall auf eine positive Entwicklung.

Herzensgrüße
Eure Rike

One thought on “Die Sache mit dem Essen – Teil 3

  1. Anitteb

    Liebe Rike,
    auch dieses leidvolle Thema kenne ich
    Zumal sich die Figur im Laufe der Zeit verändert. Nicht nur wegen der Gewichtszunahme. Ich trage, wie Du alles vom Hals abwärts bis zu den Oberschenkeln. An manchen Tagen, mit der „richtigen“ Kleidung finde ich mich ganz passabel. An „schlechten“ Tagen, naja, da geht kein Blick ins Schaufenster.
    Es tut auf jeden Fall gut, das es Gleichgesinnte gibt.
    So ist das Leben.

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