Die Sache mit dem Essen – Teil 2

… und hier nun die Fortsetzung zu meinem Post „Die Sache mit dem Essen – Teil 1“

Das große Problem mit den „Diäten“ war nicht etwa, dass sie erfolglos blieben… eigentlich habe ich mit fast jeder Form von Einschränkung abgenommen, nur den Weg zurück in ein normales Leben und ein stabiles Gewicht… habe ich nicht geschafft.

So verfiel ich nach einem Abnahmeerfolg immer wieder in alte Gewohnheiten und nahm auch immer wieder zu… nie mehr so drastisch, denn sobald es ca. 3-7 Kilo mehr waren, fühlte ich mich gleich so schlecht, dass ich nach der nächsten Möglichkeit zur Gewichtsreduktion suchte.

Irgendwann war auch das Weight Watchers System nicht mehr meins… viele Jahre kam ich ganz gut klar und erlaubte mir nach einer gezählten Woche immer zwei Tage am Wochenende ohne Einschränkung, und solange ich in meine Kölner Gruppe ging, lief es perfekt… wir hatten eine kleine Kochgruppe gebildet und bekochten uns jede Woche nach dem Treffen mit viel Spaß und Motivation.

Doch als ich mit Philippe schwanger wurde, durfte ich nicht mehr bei den WW mitmachen, und etwas später wurde unsere Gruppe von der Leiterin leider aufgelöst.

Ich versuchte es online… ohne Erfolg… ich brauchte die Gruppe, die ich nicht mehr fand. Und dann störte mich dieses Gezähle irgendwann schon sehr… nein, keine Banane, Traube und Kirsche und bloß keine Bratwurst oder Croissant… diese Dinge habe ich über Jahre nicht gegessen aufgrund ihrer hohen Punktzahl.

Dann entdeckte ich die recht strenge Dukan Methode… Low carb extrem würde ich es zusammenfassen… es funktionierte super, und ich hatte eine tolle Figur nach einem halben Jahr… mir passte nichts mehr im positiven Sinne, aber auch hier konnte ich nicht den Weg in den Alltag finden… entweder ich halte mich streng an die Regeln, oder nicht… aber mit so ein bisschen komme ich nicht klar.

Zudem Low carb mit Familie schon extrem anstrengend ist… mir gingen irgendwann auch echt die Ideen aus, und da ich immer mehr wieder vegetarisch Leben wollte, wurde es zunehmend schwieriger, diese Art der Ernährung mit dem Familienessen zu vereinbaren.

Bei Einladungen und Feiern litt ich extrem… ich habe dann trotzdem noch mal vor zwei Jahr einen Versuch gestartet, und diesmal musste ich tatsächlich aufhören, da mir nur noch übel war… ständig war mir schlecht, so wie in meinen Schwangerschaften… ich wusste nicht mehr, was ich überhaupt noch essen sollte. Da habe ich dann eine Ernährungsspezialistin aufgesucht und sehr viele Test machen lassen. Das Resultat war schlimm… ich hatte so viele schlechte Werte und auf einmal Allergien, eine Darmerkrankung, Insulinverschiebung und zudem eine Histaminintoleranz.

Da blieb dann fast gar nichts mehr, was ich essen konnte… ich musste wieder Kohlehydrate essen und nahm zwangsläufig von Woche zu Woche zu.

Viele dieser Einschränkungen haben sich von selbst reguliert… warum auch immer… aber Fakt blieb… esse ich einigermaßen normal, nehme ich stetig zu und fühle mich nicht gut. Nicht nur die Optik stört mich… ich habe dann auch schnell einen Druck auf der Magengegend und schlafe extrem schlecht.

Seit einiger Zeit versuche ich jetzt, meinen Weg zu finden… ich vermeide Süßes und Kohlenhydrate aus Getreide und komme ganz gut klar… etwas schwierig finde ich nach wie vor vegetarische eiweißhaltige Lebensmittel zu finden… denn genau da möchte ich hin.

Eine vegetarische (vielleicht nicht zu 100%) Ernährungsweise mit viel Gemüse und Obst, keinem industriellen Zucker und weizenfrei, und vor allem ohne Kuhmilch… so könnte mein Weg sein, gerne auch mit einem hohen veganen Anteil, aber eben nicht komplett, sondern immer darauf hörend, was mein Körper in welcher Situation gerade braucht.

Ich bin davon überzeugt, dass so eine Art von Ernährung nicht übergewichtig macht, aber ob man mit ihr Gewicht reduzieren kann, werde ich wohl an mir selbst testen müssen.

Zudem erhoffe ich mir durch mehr sportliche Bewegung im Alltag meine Muskelmasse zu erhöhen und somit dann auch meinen Kalorienverbrauch steigern zu können.

Deshalb ist meine Inselauszeit auch so bewusst gewählt, ich komme wieder in Bewegung… Yoga, Pilates und Qui Gong… alles Sportarten, die ich gerne gemacht habe, aber zur Zeit leider nicht hinbekomme… einen Einblick in die vegane Ernährung zu bekommen ist sicher hilfreich, und vielleicht hilft mir auch die Meditation, mich in gewissen Situationen nicht mit „schlechter Nahrung“ zu trösten, sondern da etwas stärker bei mir zu bleiben und nicht wieder in eine Falle zu tappen.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, und vielleicht finde ich ja meinen Weg, der dann auch für jemanden von euch passend wäre.

Herzensgrüße
Eure Rike

3 thoughts on “Die Sache mit dem Essen – Teil 2

  1. Genau diese Ernährungsweise strebe ich auch an, nur fällt es mir unglaublich schwer mich von "altem" zu trennen.
    Ich glaube ich werde es in langsamen schritten versuchen. Vegan bekomme ich aber nicht hin, alleine schon durch meine Familie, aber vielleicht findet sich auch dort ein Weg. Wo ein Wille ist und so…. Ich mag deinen Blog total gerne auch wenn ich erst neu hier bin, verfolge dich schon eine weile auf Instagram. Liebe Grüsse aus der Schäl Sick.

  2. Liebe Rike,
    genauso wie dir ging es mir auch ..Nach FDH kam der Jojo-Effekt, lowcarb brachte Schlechte Laune und Kalorien zählen ist einfach nur nervig.
    Vor 4 Wochen las ich einen Artikel über Entgiftung mittels Basen-Kur, informierte mich und startete für 10 Tage in dieses Projekt. Der Stoffwechsel wurde schnell angekurbelt und ich suchte nach einer langfristigen Ernährungsweise. Das Buch Deliciously Ella hat mich dann zu veganer zuckerfreier und weizen freier Ernährung geführt. Kann ich nur empfehlen. Vieles schmeckt meiner Familie, andernfalls koche ich auch mal zweigleisig.
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umstellung!
    Liebe Grüße!

  3. Pingback: Die Sache mit dem Essen – Teil 3

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