Mein Leben Teil 53: Less is more… was zieh ich heute an?

Meine Instagram-Leser haben ja schon mitbekommen… pünktlich zum Ferienende und bevorstehenden Jahreszeitenwechsel hat bei mir wieder das Aufräum- und Entmistungsphänomen zugeschlagen.Es erstreckt sich über alle Bereiche des Lebens… denn wenn man einmal anfängt, darüber nachzudenken, was das Leben noch schöner und einfacher machen könnte, fallen einem wirklich viele Möglichkeiten ein.

Das kann beginnen mit… wie verbringe ich meine Zeit und vor allem mit wem… über… wie schaffe ich den Haushalt in kürzerer Zeit mit geringerem Aufwand… bis hin zu… wie sehe ich immer gut aus und fühle mich ohne Unmengen an Klamotten und vor allem ständiges Shoppen wohl.Für heute habe ich mir das Thema… Kleiderschrank vorgenommen.Warum hat man nie genau das Outfit, nach dem man blind greifen kann, für alle Begebenheiten parat.Ich habe mittlerweile einiges an Büchern zu diesem Thema gelesen und das wirklich über Jahre hinweg.Für Euch habe ich meine Erkenntnisse und Gedanken zu diesem Thema zusammengefasst und werde einfach mal einige Punkte dazu schreiben, denn vielleicht geht es Euch ja ähnlich.Wir sind unglaublichen Einflüssen ausgesetzt… nicht nur Zeitschriften, Filme und Social Media, auch das tägliche Straßenbild, unsere Freundinnen, Kolleginnen, und bei mit jetzt sogar meine Tochter und Schwiegertocher in spe, zeigen mir täglich… was sie tragen?

Also ganz ehrlich, an Inspirationen mangelt es uns wahrlich nicht, sondern ganz im Gegenteil.

Ich fühle mich eher komplett überflutet und somit ratlos.

Dazu kommt… fast keine von uns hat nur eine Rolle inne… ich bin Frau, Mutter, Partnerin, arbeite von zu Hause, aber auch außerhalb, bin Freundin, gehe gerne aus und fahre in den Urlaub, sitze auf Spielplätzen und gehe auf schicke Events… das alleine sind schon so viele unterschiedliche Möglichkeiten, sich zu kleiden, dass es wirklich schwierig wird, ein einfaches Schema zu finden.

Vor vielen Jahren einmal dachte ich tatsächlich, ich hätte mein Schema für meine perfekte Garderobe gefunden… und hatte dies auch für viele Jahre, aber eben nicht für immer… zu der Zeit war ich um die Mitte dreißig, hatte ein Kind und arbeitete Vollzeit im internationalen Außendienst… ich fand es furchtbar, mir ständig Gedanken um meine Garderobe zu machen, und erfand nach einer Recherche für mich meinen speziellen Rike-Look.

Ich war viel mit dem Auto unterwegs und täglich in Kliniken, aber auch auf Kongressen und bei Abendveranstaltungen… musste eine gewisse Etikette einhalten und sollte einen meiner Position im Unternehmen entsprechenden Look präsentieren.

Damals erfand ich für mich meine „Uniform“: das wichtigste Kriterium war für mich… mit wenigen hochwertigen Sachen und Accessoires immer zu jedem Anlass gut auszusehen… ob ich auf einem Kongress im Ausland war, oder einen Termin in der Klinik oder in meiner Firma hatte.

Mein Sohn ging damals auf eine internationale Ganztagsschule… somit fanden Spielplatzbesuche usw. eher selten statt… für die Freizeit zog ich meine Uniform dann eben mit einer Jeans und Turnschuhen an.

Meine Uniform war sehr simple, denn ich beschränkte mich auf eine einzige Farbe… mein gesamter Kleiderschrank war einfach schwarz… von der Unterwäsche bis hin zum Badeanzug, der Sonnenbrille und sämtlichen Taschen.

Der Vorteil im Alltag war für mich enorm… es passte wirklich immer alles zusammen.

Bei Kostümen und Hosenanzügen kaufte ich oft dreiteilige Sets, so dass zu einem Blazer häufig ein Rock und eine Hose dazugehörten.

Es hat mir damals mein Leben als alleinerziehende, berufstätige Mutter enorm erleichtert… und da mein Sohn zu der Zeit auch noch eine Schuluniform trug… stand Shoppen wirklich selten auf dem Plan.

Diese Art der Kleidung habe ich sehr viele Jahre durchgehalten… eigentlich bis meine Tochter zur Welt kam… ich weiß noch, dass ich tatsächlich mit schwarzem Kleid und Nachthemd in die Klinik zur Geburt ging.

Aber danach veränderte sich sehr viel… ich hörte auf, ganztags zu arbeiten und verbrachte mehr Zeit auf Spielplätzen und mit anderen Mütter… und da sah ich dann doch etwas „auffällig“ aus mit meinem schwarzen Look.

Als wir dann drei Jahre später wieder von Starnberg nach Köln zogen, habe ich mich von dieser Uniform gänzlich verabschiedet.

Aber noch heute hätte ich sehr gerne die Vorteile aus dieser Zeit zurück.

Alleine bei jedem Einkauf auf eine Farbe komplett beschränkt zu sein, hat vieles erleichtert.

So bin ich heute eigentlich wieder in einer ähnlichen Situation wie mit dreißig und sinne auch jetzt nach einem einfacheren Weg, mit dem täglichen… was ziehe ich heute an?… umzugehen.

Das allerwichtigste Vorweg… „mehr“ ist leider nicht die Lösung… je mehr unterschiedliche Stile, Farben und Dinge sich in unserem Kleiderschrank befinden, desto schwieriger wird die tägliche Auswahl.

Die Beschränkung auf gewisse Kleidungsstücke oder Stile vereinfacht die ganze Geschichte enorm, davon bin ich überzeugt.

Außerdem verliert man bei einem übervollen Kleiderschrank wirklich komplett den Überblick und weiß oft gar nicht mehr, was man alles besitzt und ob überhaupt alles noch passt oder in Ordnung ist.

Der Weg geht dann doch wohl nur über die Reduzierung auf allen Ebenen… damit habe ich diese Woche endlich begonnen, und wenn Ihr mögt, nehme ich Euch sehr gerne mit auf diesem Weg… das Ziel ist einfach formuliert… less is more.

 

Herzensgrüße
Eure Rike

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