Ein paar Gedanken zu den letzten Tagen… Kartoffel-Zitronen-Parmesan-Süppchen

Ein paar Gedanken zu den letzten Tagen… Kartoffel-Zitronen-Parmesan-Süppchen

Für heute war ja eigentlich ein Interior-Post geplant… den habe ich verschoben, er hatte heute keinen Raum in meinem Tag.

Um aber das versprochene Rezept nicht alleine für euch online zu stellen, habe ich jetzt noch ein paar Gedanken zu den letzten Tagen zusammenfasst.


Es gibt so viele Geschehnisse, die wir nicht beeinflussen können… das Einzige, was wir immer wieder aufs Neue und zwar innerhalb von Sekunden ändern können, ist unser Denken.

Und darin wird man im Laufe seines Lebens immer besser, finde ich… für mich heißt das, ich kann auch schmerzliche oder negative Entwicklungen mit mehr Ruhe und Zuversicht angehen, wenn ich einfach bei mir bleibe… mich nicht nach den Regeln oder Ratschlägen anderer richte.

Denn egal, was auch passiert, wenn ich finde, ich habe alles unternommen, um dieser Situation angemessen zu begegnen… ist es OK.

Dann kann man oftmals nur noch abwarten und sich anderen Dingen zuwenden und der Entwicklung seinen Lauf lassen.

Es bringt nichts… ständig die gleichen Gedanken zu wälzen und immer in Angst und Sorge zu leben… das Leben ist immer im Hier und Jetzt… nicht Morgen und auch nicht Gestern.

Heute bin ich traurig, weil unser kleiner Hamster gestorben ist… aber wir haben alles versucht, ihm zu helfen… ich bin für ihn da gewesen… alle drei Stunden hat er Futter und Medikamente bekommen… er hat es leider nicht geschafft.

Die Ärztin meinte, es sei eine Krankheit, die er schon mitgebracht hat… also von Geburt an hatte… die aber erst nach ein paar Wochen so extrem ausbricht, und gerade bei so kleinen Wesen in einem Tag zu einer enormen Verschlechterung des Allgemeinzustandes führt.

Schuld sei auch hier die Massentierhaltung und Überzüchtung… wie in vielen anderen Bereichen ja auch.

Leider… ändern könnte man solche Problematiken… indem einfach sorgfältiger gezüchtet würde und höhere Preise verlangt würden… aber in dieser Billig-Ära, in der wir heute leben… ist das ja völlig kontraproduktiv… leider erschreckend.

Entsetzt hat mich das Erstaunen, das uns entgegengebracht wurde, mit so einem kleinen Wesen in die Klinik zu gehen, Medikamente zu kaufen… die zu seinen Anschaffungswert in keiner Relation standen… böse Kommentare auf Insta und dem Blog kamen dazu.

Ich habe dafür kein Verständnis… die kleine Fellnase war ein Mitglied unserer Familie, also in unserer Obhut… also war es für uns auch selbstverständlich, ihm zu helfen.

Gestern Abend habe ich sehr geweint… ich merkte, er wurde ruhiger, die Atmung flacher… ich habe ihn zu mir genommen und er schlief ganz ruhig bei mir.

Heute Mittag wollte er nicht mehr wirklich fressen, und da habe ich in der Klinik angerufen, um einen weiteren Termin gebeten und die Einschläferung besprochen, da er sehr abgebaut hatte, und ich nicht wollte, dass er sich weiter quälte… ich hatte ihn noch in meiner Hand beim Telefonat, und dort kuschelte er sich richtig rein… und als ich gerade überlegte, wie ich diesen Termin ohne meine Kinder organisieren könnte, merkte ich, dass er nicht mehr atmete und auch das Herz nicht mehr schlug.

Ich habe schon erlebt, wie Menschen sterben in meiner Zeit im Krankenhaus… bei Tieren war es jetzt das erste Mal.

Er hat ein Grab bekommen, das ganz nah bei uns ist, sodass wir immer wieder etwas Schönes hinlegen können… die Kinder wollen mit ihrem Papa am Wochenende Steine bemalen, um es zu schmücken.

Das ist unsere Art, mit der Situation umzugehen… und nur das zählt.

Jeder braucht seinen Raum, um zu trauern… und soll ihn bekommen… Philippe möchte alle Fotos in sein Zimmer hängen, um an seinen kleinen Freund zu denken… das ist sein Weg, mit diesem Verlust umzugehen.

Ich habe sämtliche Fotos aus meinem Instagram-Feed entfernt… und schreibe zur Verarbeitung diesen Text… Stella spricht mit ihren Freundinnen… und mein Mann wird sich am Wochenende damit auseinandersetzen und mit unseren Kindern.

Philippe fragte gerade, ob wohl sein Herz mit im Himmel sei und nur sein Körper im Grab liege… das fand ich einen schönen Gedanken…

Traurige Herzensgrüße

Eure Rike

Und jetzt kommt noch das versprochene Rezept für das Kartoffel-Zitronen-Parmsan-Süppchen… 

Ein paar Gedanken zu den letzten Tagen… Kartoffel-Zitronen-Parmesan-Süppchen

In dieser kälteren Jahreszeit ist so eine etwas sämigere Suppe doch ideal… dazu ein frischen Landbrot oder Baguette… oder eine tolle süße Nachspeise… perfekt.

Ich mag ja auch unglaublich gerne dazu Feldsalat mit in Scheiben geschnittenen Champignons und einer Vinaigrette mit Schalotten… Zitronensaft… Olivenöl und Dijonsenf!!!

Zutaten

für 2-3 Portionen

750 g Kartoffeln
1-2 Schalotten
1 kleine Zitrone
etwas Olivenöl
2 EL Sahne
2-3 El gerieben Parmesan
1-2 TL gekörnte Brühe
Kräuter zum Verzieren

Rezept

Kartoffeln (Menge variiert nach Personenzahl) schälen und in Würfel schneiden.

Ein wenig Öl in die Kasserolle geben und darin die Schalotten – in feinen Würfeln – andünsten… dazu die Kartoffeln geben und mit anschwitzen.

Dann mit Wasser aufgießen und mit ca. 1 TL Rinderbrühe (vegetarisch: Gemüsebrühe) würzen, wird sonst schnell zu salzig!!! Nachwürzen geht ja immer!!!

Die Kartoffeln gar kochen und pürieren… dann etwas Sahne (optional) dazu geben und mit dem Saft der Zitrone verrühren… bitte probieren… wir mögen es sehr zitronig…
danach den Parmesan unterrühren… mit etwas glatter Petersilie oder Salbei verzieren… und servieren.

Bon appétit !

6 thoughts on “Ein paar Gedanken zu den letzten Tagen… Kartoffel-Zitronen-Parmesan-Süppchen

  1. Marlies

    Traurig und schön dieser Bericht. Ich bin auch der Meinung, das wir für Tiere, die wir in unser Leben aufnehmen alles uns mögliche tun, damit sie ein gutes und würdevolles Leben und wenn es leider sein muss auch Sterben haben. Mein Respekt. Ich wünsche Euch trotz allem eine Gute Zeit.

  2. Lotte Fuchs

    Liebe Rike,
    Obwohl das Ereignis n´wirklich sehr traurig ist muss ich sagen: Ich finde es wirklich toll wie sehr ihr euch um den Kleinen gekümmert habt und wünsche euch alles Liebe. Der kleine Hamster hatte wirklich Glück bei euch leben zu dürfen, auch wenn es leider nur kurz war.
    Habt trotz allem einen wunderbaren Abend
    Lotte

  3. Annett W.

    Liebe Rike,
    mein herzliches Beileid Euch und vor allem Deinem Söhnchen. Ich muss in Zukunft versuchen, mich nicht über Dinge aufzuregen, die das fehlende Mitgefühl anderer betreffen oder sogar über irgendwelche "Besserwisser-Kommentare". Jeder kann doch mit seinen Familienmitgliedern umgehen wie er es für richtig hält und was der Geldbeutel hergibt! Schlimm, dass man über sowas noch diskutieren muss! Ich weiß genau wie das ist, wenn man morgens von Kindergeschrei geweckt wird, weil ein Tierchen sich nicht mehr im Käfig bewegt, ist das eine einfach austauschbare Sache??? Nein das war Mucki oder Miffi oder irgdendwer ganz WICHTIGES im Leben eines Menschen!… Leute, ihr braucht mehr Mitgefühl, weniger LÄSTERN und einfach mal andere LEBEN lassen!!!! Es ist keine gute Erziehung, immer das zu sagen was man denkt, wenn man andere dabei verletzt. Da sagt man lieber gar nichts – ich hab das so gelernt und werde mich auch weiterhin dran halten! Und wenn sowas mal abfärben würde, wäre die Welt ein besserer Ort! Sorry Rike, musste jetzt mal raus!

  4. Sibylle König

    Ein sehr berührender Beitrag. Danke❤ Das ist es, was ich mehr und mehr lerne, bei mir selbst zu bleiben und nichts auf die Meinung anderer geben, wenn es sich für mich richtig anfühlt. Gar nicht immer so einfach. Alles Gute für euch. Leo hätte keinen besseren Platz haben können.

  5. Cindy Pietz

    Ein sehr schöner Bericht. Wir haben in den letzten Jahren Zwergkaninchen und Hamster gehabt und auch immer alle liebevoll beerdigt. Ich wünsche euch viel Kraft besonders dem kleinen Sohn. Lg Cindy

  6. Anonym

    Liebe Rieke,

    Zunächst einmal: herzliches Beileid!

    Eine Freundin von mir war neulich in eine ähnlichen Lage. Ihr Meerschweinchen hat sich am Auge verletzt und das Auge zu amputieren hat 400 Euro gekostet. Innerlich, das gebe ich zu, dachte ich "spinnt die? Für den Preis kann sie ein Leben lang Meerschweinchen haben…"

    Ich selbst habe einen Hund und habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn er in der Situation wäre, bzw. war er das vor kurzem. Und auch der Hund hat mich in seinen 5 Lebensjahren das 6 fache von seinem Kaufpreis gekostet. Dann wurde mir bewusst, dass es egal ist, ob es ein Hund, Hamster oder ein Meerschweinchen ist. Sie alle haben ein Herz das schlägt und sie haben es verdient, dass man sich um sie kümmert. Unabhängig von Preis und Lebensdauer.

    Was ich sagen möchte: trauert um euren Hamster, so lange und vor allem wie ihr möchtet. Leid ist nicht kategorisierbar!

    Herzliche Grüße

    Denise

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