Mein Leben Teil 24: …wie es bei uns weitergeht

Es ist März… immer ein besonderer Monat für uns. Aber dieses Jahr ist er wirklich ganz besonders… wir hatten einen guten Grund ins Saarland zu fahren und unsere Großen zu besuchen, und ich fliege nach Ibiza. Doch wo fange ich an?

Manchmal scheint mir das Leben so prall und bunt und wunderbar… und manchmal doch eher in Grauschattierungen.

Vor allem für meinen Mann ist das Leben ohne uns nicht wirklich bunt und schillernd, was mich häufig sehr traurig gestimmt hat.

Wir haben viel „gemeinsam“ gesprochen und „alleine“ nachgedacht… und dann wieder festgestellt, es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, um weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Also lief alles wie gewohnt… meine „Kinder“-Woche in Köln, seine „Arbeits“-Woche in Bayern, und eben auch unsere gemeinsamen Familienwochenenden… durch die weite Distanz beschränkten sich diese allerdings auf Freitag Nacht bis Sonntag Mittag… wirklich nicht viel Zeit, wenn dann noch Besorgungen und Turniere anstanden, wurde es schon fast stressig.

Also kamen immer häufiger die Gedanken… über die „verschwendete“ Lebenszeit… darüber dachten wir viel nach… ist es dieser Job wert, das Nicht-beieinander-Sein aufzuwiegen… ???

Nicht zusehen zu können, wie die Kinder sich täglich entwickeln… sie nicht nachmittags mit ihren Freunden oder beim Sport zu erleben?

Oft hatte ich ein schlechtes Gewissen… ich durfte das alles erleben und war immer dort, wo unsere Kinder sind… klar, war es auch nicht immer einfach, alles alleine zu machen und immer ohne Partner zu sein, aber ich hatte eindeutig den besseren Part… bei den Kindern, mit flexiblerer Arbeitszeit. Denn für uns wurde unser altes Leben in Köln schnell wieder unser Neues… so wie wir es uns für alle erhofft hatten.

Nur eben ohne Papa in der Woche… nun war er auch früher selten Nachmittags zu Hause und kam fast immer erst, wenn die Kinder schliefen, aber es war trotzdem anders, als wenn so viele Kilometer dazwischen liegen.

Und dann auf einmal war die Entscheidung da, und ich so nervös, dass ich beim Backen das Backpulver bei den Apfelbrötchen vergaß… und jetzt geht es sogar recht schnell und eher unkompliziert… wir starten also in einen ganz anderen Abschnitt unseres Lebens.

Vielleicht für Viele gewagt, aber wir haben das Vertrauen, den richtigen Zeitpunkt gewählt zu haben… und was wirklich wird, weiß man ja sowieso nicht vorher.

Wir haben in unserer Ehe schon viel Neues gewagt, und alles hatte seinen Sinn… es wurde nicht immer so, wie wir es erhofft hatten, aber im Nachhinein hatte jede Veränderung auch ihre Berechtigung, auch wenn diese sich manchmal erst später erschloss.

Was ich richtig spannend finde: meine Inselauszeit hatte ich schon vorher geplant… als ich dachte, die Entscheidung würde sich noch bis Ende dieses Jahres hinziehen, und jetzt ist meine Woche Ibiza wirklich der Abschluss dieser 15-monatigen Pendelei.

Denn wenn ich dann im April wieder nach Köln komme, wird mein Mann seine Wohnung in Bayern auflösen können und ganz nach Köln ziehen.

Das ist auch der Grund, den bisher nicht wirklich genutzten Raum herzurichten, damit jeder seinen eigenen Arbeits und Rückzugsort hat, und zusätzlich ein Gästezimmer entsteht.

Wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit, und wenn wir es hinbekommen, werden wir ein wunderbar flexibles Leben mit unseren Kindern führen können.

Ungeahnte Freiheiten kämen dann nämlich auf uns zu, da wir beide dann „selbstständig“ arbeiten, sind wir nicht mehr an die wirklich wenigen Tage Urlaub meines Mannes gebunden, und da zudem unsere Jobs im Grunde nur Laptop und Iphone benötigen… können wir theoretisch von jedem Ort !!! der Welt… unseren Tätigkeiten nachgehen.

Ich habe nie darüber nachgedacht, dass wir mal so Leben könnten, und es erfüllt mich mit soviel Tatendrang und positiver Energie… ich bin selbst erstaunt darüber.

Natürlich wird es nicht immer leicht, wir sind nicht naiv und wissen beide, wie hart der Arbeitsmarkt ist und wie schwierig es ist, Aufträge zu bekommen, und vor allem, wie wechselhaft es sein kann… aber zum ersten Mal im Leben habe ich keine Angst vor diesen Unsicherheiten… vielleicht liegt es auch daran, dass unsere Welt sich ja sowieso so schnell wandelt im Moment und eine Voraussage oder Sicherheit in keinem Bereich mehr möglich ist.

Für mich beginnt damit eine ganz andere Freiheit… endlich kann ich mehr Auswärtstermine annehmen, ohne immer einen Babysitter zu engagieren… und weiß, dass es unseren Kindern gut geht und sie ihren gewohnten Rhythmus beibehalten können.

Unsere Kinder freuen sich auch sehr, dass der Papa dann zuhause ist, und schmieden schon Pläne, was sie alles mit ihm unternehmen können.

Für euch bedeutet es dann hoffentlich, einen noch abwechslungsreicheren Blog von mir zu lesen… denn nur wer viel erlebt, kann auch viel Interessantes berichten (habe ich letztens von einem Schriftsteller gehört und finde es einleuchtend).

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand bei uns… und der nächste Leben-Post Teil 25 wird bestimmt aus der Sonne Ibizas kommen und über meine Inselauszeit berichten.

Herzensgrüße
Eure Rike

3 thoughts on “Mein Leben Teil 24: …wie es bei uns weitergeht

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  2. Einfachnur Elke

    Hallo Rike…. Herzlichen Glückwunsch DIR, deinem Mann und deinen Kindern. Du hast recht….. Meistens kommt alles in unserer schnellebigen Welt alles anders und ich bin ein positiver Mensch und hoffe immer nur zum guten. DAs wird alles…. Sei gedrückt. Elke

  3. Eva Froelich

    Liebe Rike das sind so schöne Neuigkeiten und ich freue mich riesig für euch alle…und ich bin mit sicher ihr bekommt das alles hin alles liebe für euch. ����������

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